Glossar auf AnzeigenDaten

Im Folgenden listen und erläutern wir Ihnen die wichtigsten Fachbegriffe rund um das Thema Anzeigenschaltungen, Anzeigenformate, Anzeigenakquise, Anzeigenverkauf und mehr im Bereich Print- und Online-Medien.

  Fachbegriffe im Bereich Print-Medien

Alles, was gedruckt wird in Tageszeitung, Wochenzeitung, Zeitschrift, Fachzeitschrift, Beilagen…

Abonnementauflage
Gesamtzahl der Exemplare einer Zeitung oder Zeitschrift, die an kontinuierlich, zahlende Empfänger geliefert wird.

Abonnementzeitung
Zeitung, die überwiegend im Abonnement verkauft wird. Anders als z.B.  eine Boulevardzeitung. Diese wird meist im Einzelverkauf vertrieben.

Anzeige
Vom Anzeigenschalter bezahlte und gestaltete Werbebotschaft, in Tageszeitungen, Online-Webseiten, Radio oder Fernsehen, die dazu dienen, eine Zielgruppe auf den Anzeigenschalter aufmerksam zu machen.

Anzeigenblatt
Eine zeitungsähnliche Veröffentlichung, die kostenlos an die Haushalte als Postwurfsendung in einer Stadt oder Gemeinde zugestellt wird. Der Hauptzweck ist die Verbreitung von Anzeigen. Anzeigenblätter enthalten zwar nicht ausschließlich Anzeigenschaltungen, haben aber deutlich weniger redaktionelle Beiträge.  Ein Anzeigenblatt lebt nur von den Einnahmen der Anzeigen.

Anzeigenformate

  • 1.000er-Eckfeld

Standardformat in einer Tageszeitung. Höhe 250mm x Breite 280mm. Der Vorteil des Formates  ist, dass es in allen Tageszeitungen sowohl im Textteil als auch im Anzeigenbereich platziert werden kann.

  • Eckenanzeigen

Anzeigenformat, welches in einer Ecke links oder rechts und/oder oben oder unten platziert werden.

  • Inselanzeigen

Anzeigenformat, welches umrandet von redaktionellen Text in mitten einer Zeitungsseite befindet.

  • Griffecke

Ist ein Anzeigenformat auf der Titelseite einer Zeitung oder auf der ersten Aufschlagseite.

  • Mindest- und Maximalformate

Alle Tageszeitungen haben ein Mindest- bzw. Maximalformat. Diese gibt es meist für Streifenanzeigen, Eckfeldanzeigen, Farbanzeigen und für Anzeigen im Textteil.

  • Panoramaanzeige

Ist ein Anzeigenformat, welches über die gesamte Breite von zwei Zeitungsseiten verläuft.

  • Print-Anzeigenschaltung im, unter oder neben einem Text
    Textteilanzeige
    Diese ist mindestens auf drei Seiten von Text umgeben.

    Blattbreite Anzeigen
    Werden auch Streifen-Anzeigen genannt. Die Anzeigenschaltung geht über die gesamte Breite einer Seite unter dem Text. Die Anzeigen werden zu einem normalen mm-Preis berechnet.

    Eckfeldanzeigen
    Anzeigen neben einem Text werden Eckfeldanzeigen genannt, welche von zwei Seiten von Text umgeben wird. Eine Eckfeldanzeige wird in der Regel in einer äußeren Ecke einer Textseite in einer Tageszeitung platziert.

  • Titelkopfanzeige

Ist eine Anzeige auf der ersten Seite einer Tageszeitung oder Zeitschrift, die links und/oder rechts neben dem Titelschriftzug platziert wird.

Anzeigen-Schlusstermin
Der Termin, bis zu dem Anzeigenaufträge für eine spezielle Ausgabe noch angenommen werden. Er  ist für einen bestimmten Erscheinungstag nicht einheitlich, sondern richtet sich nach Rubriken und technischen Voraussetzungen.

Anzeigenteil

Der Teil eines Zeitungsexemplars, der - im Unterschied zu den redaktionellen Seiten - vorwiegend der Veröffentlichung von Anzeigen vorbehalten ist. Anzeigenteil und redaktioneller Teil können sich überdies durch Anzahl und Breite ihrer Spalten unterscheiden.

Anzeigenpreis
Der Anzeigenpreis ist der, der nach der jeweils gültigen Preisliste einer Tageszeiten, Wochenzeitung, Zeitschrift oder Fachzeitschrift für Anzeigen einer bestimmten Rubrik und Größe zu zahlen ist.

Auflage

Anzahl der Exemplare einer Zeitung, die gedruckt, verbreitet bzw. verkauft werden (Druckauflage).

BDZV
Bundesverband deutscher Zeitungsverleger. Die Repräsentanz der Verleger deutscher Zeitungen.

Beilage
Der gesamten Auflage oder einem Teil der Auflage einer Zeitung können Beilagen (Anzeigenbeilage oder redaktionelle Beilage) beigefügt werden, die ein bestimmtes Format und ein bestimmtes Gewicht nicht überschreiten dürfen. Beilagen erscheinen meist an den Wochenenden.

Kaufzeitung
Zeitung, die überwiegend im Einzelverkauf abgesetzt wird (im Gegensatz zum ⇒ Abonnement); auffallende, oft reißerische Aufmachung (dicke Überschriften, großformatige Fotos); z.B. "Bild".

Erscheinungsweise
Die zeitliche Aufeinanderfolge zweier Ausgaben einer Zeitung oder Zeitschrift; Tageszeitungen haben eine tägliche Erscheinungsweise;

Freistück
Unentgeltlich geliefertes Exemplar einer Zeitung oder Zeitschrift, z. B. zu Werbezwecken.

Herausgeber
Eine Person oder Institution, die die "geistige Oberaufsicht" über eine Zeitung oder Zeitschrift  hat und deren Grundhaltung bestimmt. Bei der Tageszeitung sind Herausgeber meist auch Verleger.

Impressum
Gesetzlich vorgeschriebene Angabe von Verlag, Druckhaus, verantwortlichem Redakteur und Anzeigenleiter.

Informationsfreiheit
Durch das Grundgesetz (Artikel 5, Absatz 1) geschütztes Recht für jeden, "sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu informieren".

Inserat
=Anzeige

Kasten
Beitrag, der durch einen Rahmen hervorgehoben wird.

Layout
Grafischer Entwurf; Gestaltung einer Anzeige, Zeitungsseite bzw. der ganzen Zeitung. Anordnung von Texten und Bildern.

Lokalmonopol
Eine Zeitung ist in einem bestimmten Gebiet (Kreis/Stadt) Alleinanbieter. Den Lesern steht nur eine Zeitung (Tageszeitung oder Wochenzeitung) mit lokalen Informationen zur Verfügung.

Lokalredaktion
Sparte einer Zeitung, welche ausschließlich über lokale Ereignisse (Stadt, Kreis) berichtet.

Logo (Emblem, Zeichen)
Grafik, die in einer Zeitung auf ein bestimmtes Thema, eine Serie oder eine Aktion wie das Zeitungsprojekt aufmerksam macht.

Preisberechnung
Höhe der Anzeige in mm x Anzahl der Spalten = Anzeigengröße.

Presse
Oberbegriff für Tageszeitungen, Wochenzeitungen, Zeitungen und Zeitschriften, der zurückzuführen ist auf die Druckerpresse beim Buchdruck. Der Unterschied zu den öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten ist , dass die Presse in Deutschland privatwirtschaftlich organisiert wird.

Pressekodex
Richtlinien für die publizistische Arbeit nach den Empfehlungen des Deutschen Presserats.

Print-Medien
Der Begriff umfasst eigentlich alle gedruckten Medien. Allgemein werden darunter nur die Presse-Erzeugnisse Zeitungen wie (Tageszeitung, Wochenzeitung) und Zeitschriften verstanden.

Redigieren
Bearbeitung von Texten für die Veröffentlichung. Das Redigieren umfasst folgende evtl. erforderlichen Prozesse: korrigieren,  kürzen, ergänzen, Stil oder Ausdruck verbessern.

Regionalzeitung
Tageszeitung, deren Verbreitungsgebiet eine nur bestimmte Region umfasst.

Reichweite
Die Reichweite sagt aus, wie viele Menschen durchschnittlich pro Tag von einer Zeitung erreicht werden (Leser pro Nummer = LpN).  

Ressort
Aufgabenbereich einer Zeitung (z.B. Politik, Wirtschaft, Lokales, Sport, Feuilleton, Anzeigenmarkt wie Stellenmarkt, Immobilienmarkt, Kfz-Markt, Reisemarkt, Bildungsmarkt, Gesundheitsmarkt, IT-Markt etc.).

Rotation
Druckmaschine für die Herstellung/Druck einer Zeitung oder Zeitschrift.

Rubrik
Artikel oder Anzeigen zu einem Thema oder Bereich, die unter einem bestimmten Titel regelmäßig erscheinen, z.B. Kommentar, Immobilienmarkt, Kfz-Markt, Gesundheitsmarkt, Bildungsmarkt, Stellenmarkt, Reisemarkt, Kunstmarkt oder sonstige Anzeigenmärkte.

Spalte
Zeitungsseiten sind senkrecht in Spalten eingeteilt. Zahl und Breite der Spalten sind in der Regel für den redaktionellen Teil und für den Anzeigenteil unterschiedlich.

Spaltenbreite
Breite der jeweiligen Textspalte.

Supplement
Zeitschriftenähnliche Beilage, die einer Zeitung regelmäßig beiliegt und u.a. Werbezwecke dienen kann.

Tageszeitung
Unter den Druckmedien ist die Tageszeitung definiert durch aktuelle und kontinuierliche Berichterstattung bei werktäglichem Erscheinen. Tageszeitungen können unterschieden werden:
• nach der Erscheinungsweise
• nach dem Verbreitungsgebiet: lokal, regional, überregional (national)
• nach der Vertriebsart: Abonnement-Zeitungen, Kauf- oder Boulevard-Zeitungen

Umrechnungsfaktor
Gibt es bei allen Verlagen, deren Spaltenzahl zwischen Anzeigenteil und Textteil unterschiedlich ist. Textspalten sind bei diesen Verlagen, bei gleichem Satzspiegel, breiter als die Spalten des Anzeigenteils. Damit hat natürlich auch eine z.B. 3-spaltige Anzeige im Textteil eine andere Breite als im Anzeigenteil und muss folglich flächenmäßig anders berechnet werden. Der Umrechnungsfaktor ergibt sich aus der Anzahl der Anzeigenspalten durch die Anzahl der Textspalten. Hat ein Zeitungstitel im Anzeigenteil 6 Spalten und im Textteil 5 Spalten, dann muss mit einem Umrechnungsfaktor von 1,2 gerechnet werden.

Überregionale Zeitung
Über eine Region hinaus (z.B. im ganzen Bundesgebiet) verbreitete Tageszeitung. Als überregionale Tageszeitungen in Deutschland gelten z.B. die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" und die "Süddeutsche Zeitung".

Zeitungsverlag
Ein Unternehmen, welches zuständig ist für die Produktion und Herausgabe von Tageszeiten, Zeitungen und/oder Zeitschriften. Zu diesem Unternehmen gehören u.a. die Abteilungen Redaktion, Anzeigenmärkten, Vertrieb, Technik.

Zielgruppe
Ein Teil der Leserschaft (z.B.  Kinder, Frauen, Jugendliche, Auto-Käufer, Arbeitssuchende), der durch eine bestimmte Berichterstattung/Anzeige im jeweiligen Anzeigenmarkt gezielt angesprochen werden soll.

Zensur
Kontrolle und Beeinflussung von Texten und Bildern vor Veröffentlichung durch hoheitliche (z.B. staatliche) Gewalt. In Deutschland findet eine Zensur nicht statt (Artikel 5, Absatz 1, Satz 3 des Grundgesetzes).

Zwischentitel/Zwischenzeile
Zwischenüberschriften, die einen langen Zeitungsartikel auflockern und für eine bessere Verständlichkeit sorgen.

 Fachbegriffe im Bereich Online-Medien

Alles rund um das Thema Anzeigenschaltung, die im Internet auf Webseiten platziert werden.

AdImpression
Kennzahl, welche beschreibt, wie oft eine Anzeige im Internet angezeigt wurde.

AdServer
Der Server sorgt dafür, dass die gebuchten Anzeigenschaltungen/Werbemittel automatisch zum richtigen Zeitpunkt auf der richtigen Webseite angezeigt werden.  Dies ist wichtig für das Controlling und die Auswertung einer Kampagne.

AdWords
Als Adwords werden gebuchte Textanzeigen genannt, die in der Suchmaschine Google angezeigt werden. Die Anzeigen werden für einen bestimmten Suchbegriff gebucht und je nach Relevanz dem der User als Ergebnis seiner Suche angezeigt.

Backlink
Dies ist ein externer Link, der auf die eigene Webseite verlinkt. Je mehr Backlinks bestehen, desto höher ist das Ranking bei Google. Die Suchmaschine bewertet jedoch auch Relevanz, Art und Qualität  der Backlinks.

Banner-Formate
Gilt als das erste Werbemittel der Onlinewerbung. Folgende Bannerformate, Größenangabe in Pixel, können im Internet für Ihre Anzeigen gebucht werden:
Content-Ad (300x200 bzw. 250)
Das Format ist vergleichbar mit Inselanzeigen in Print-Medien. Es wird direkt in einem redaktionellen Text auf einer Webseite platziert. Die Aussage der Werbebotschaft ist themenverwandt mit dem Inhalt des Textes.

    * Fullsize-Banner (468x60)

Eine der beliebtesten Anzeigen-Formate im Internet. Die Anzeige wird im oberen Bereich einer Webseite platziert. Danach wird der eigentliche Content ersichtlich.

    * Halfsize-Banner (234x60)

Die Platzierung der Werbung erfolgt genau wie beim Fullsize-Banner. Die Anzeige ist nur kleiner.

    * Rectangel (468x60)

Ähnlich wie Content-Ad. Der Unterschied ist der, dass dem User ganz klar ersichtlich ist, dass es sich um eine Anzeigenschaltung handelt.

    * Super-Banner (728x90)

Wird im oberen Drittel einer Webseite platziert und erscheint im direkten Sichtbereich des Users.

    * Skyscraper (120x600)

Ist ein Format, welches im oberen rechten Teil einer Webseite platziert wird (links auch möglich). Es ist ein sehr hohes Format.  Wenn es technisch möglich ist, kann die Anzeige beim Scrollen einer Webseite mit wandern.

    * Wallpaper (bis zu 1600x1200)

Dieses Anzeigen-Format ist im Hintergrund einer Webseite platziert. Es entsteht der Eindruck, als läge der Content auf der Anzeige. Das Format nimmt den oberen und rechten Teil einer Webseite in Anspruch und ist sehr aufmerksamkeitsstark.

    * Wide-Sky (160x600)

Wie Skyscraper nur größer.

Content
Englisches Wort für Inhalt – Inhalt einer Webseite.

CTR = Click-Through-Rate > siehe Klick-Rate

Hyperlink
Ist eine Internetadresse, die in einer Textstelle oder Bild hinterlegt ist.

Klick
Ein Klick entsteht durch das Aktivieren eines Hyperlinks oder einer Anzeige, mit dem ein User zu einer anderen Ziel-Webseite gelangt.

Klick-Rate
Eine Klickrate ist eine Kennzahl, welche die Anzahl der direkten Klicks auf eine Anzeige online im Verhältnis zu den gesamten Seitenaufrufen der Online-Anzeige darstellt.  Wird eine Anzeige 100 Mal aufgerufen, aber nur einmal angeklickt, beträgt die Klick-Rate 1%.

Klick URL
Ist die Internet-Adresse, die in einer Anzeige online hinterlegt ist (z.B. Firmenhomepage)

Logfile (engl. für Logbuchdatei)
Alle Zugriffe bzw. Aktionen auf eine Online-Anzeige werden in dieser Datei gespeichert. Sie dient z.B. für statistische Anzeigenauswertungen.

Page Impressions (PIs)
Eine Page-Impression ist ein Seitenaufruf (wird auch "PI" abgekürzt). Die Summe der Seitenaufrufe  ist ein wesentlicher Indikator für die Attraktivität des Angebots. Page-Impressions oder Page Views bezeichnen die Anzahl von Abrufen einer Webseite durch einen Benutzer. Page-Impressions sind ein wichtiges Maß zur Bewertung der Reichweite von Anzeigen im Internet.

Pixel

Engl. Wort für Bildpunkt: Maßeinheit für digitale Grafiken. Das Bannerformat Superbanner wird z.B. standardmäßig in den Maßen 728x90 Pixel angegeben.

TKP
Tausender-Kontakter-Preis ist eine Kennzahl aus der Mediaplanung, die angibt, welcher Geldbetrag bei einer Werbeanzeige eingesetzt werden muss, um 1.000 Personen einer Zielgruppe per Sichtkontakt zu erreichen.  Bei Online-Anzeigen zählt ein Seitenaufruf als ein Sichtkontakt.

User
Englisches Wort für Nutzer oder Anwender des Internet über einen Provider.

Unique Visitor
Englisches Wort für Besucher.  Es beschreibt einen eindeutig identifizierten Besucher einer Webseite.

Web-Adresse bzw. URL
Englische Abkürzung für Uniform Resource Locator, allgemein: Internetadresse ),
eindeutige Kennzeichnung einer Web-Seite. Beispiel: www.anzeigendaten.de.



 Wichtige Begriffe im Bereich Personalberatung & Zeitarbeit

AMP
Abkürzung für: Arbeitgeberverband Mittelständischer Personaldienstleister e.V. (Arbeitgeberverband der Zeitarbeitsbranche)
Der Verband besteht seit 2004. Im Jahre 2005 wurden dafür die beiden bisherigen Verbände Mittelstandsvereinigung Zeitarbeit e.V. (MVZ) und Interessengemeinschaft Nordbayerischer Zeitarbeitunternehmen e.V. (INZ) auf den AMP verschmolzen.
Weitere Infos unter www.amp-info.de

Arbeitnehmerüberlassung
Bei der Arbeitnehmerüberlassung (andere Bezeichnung: Personalleasing, Leiharbeit, Zeitarbeit) handelt es sich um ein Dreiecksverhältnis, bei dem ein Arbeitnehmer (auch genannt Leiharbeitnehmer, Zeitarbeitnehmer) von seinem Arbeitgeber (Verleiher, Zeitarbeitsunternehmen) einem Dritten (Entleiher) zur Arbeitsleistung überlassen wird. Arbeitnehmerüberlassung war bis 1971 verboten. Spezifisch ist das Dreiecksverhältnis: der Arbeitgeber ist nicht das Unternehmen, in denen der Arbeitnehmer seiner Arbeit nachgeht.  Der Arbeitnehmer steht im arbeitsvertraglichen Verhältnis zum Arbeitgeber. Der Unterschied ist,  dass der Arbeitgeber berechtigt ist, den Arbeitnehmer einem Dritten, also einem Entleiher, für eine vereinbarte oder auch unbegrenzte Zeit zu überlassen. Der Arbeitgeber, also der Verleiher, muss daher regelmäßige Akquise hinsichtlich Unternehmen durchführen, an welche er seine Arbeitnehmer vermitteln kann.

Arbeitsvermittler
Arbeitsvermittler arbeiten entweder als Beschäftigte der Agentur für Arbeit oder privat. In beiden Fällen sind diese für Arbeitssuchende/Bewerber tätig, die Schwierigkeiten haben, auf dem Arbeitsmarkt einen Arbeitsplatz zu bekommen. Die Tätigkeit besteht darin, Arbeitssuchenden/ Bewerbern neben der Vermittlung auch in der Anfertigung von Bewerbungsunterlagen, Lebenslauf, Anschreiben etc. zu helfen.

Arbeitszeitgesetz
Das ArbZG (Abkürzung für Arbeitszeitgesetz) regelt die Arbeitszeiten für Arbeitnehmer. Mehr dazu unter www.dejure.org/gesetze/ArbZG

Assessment-Center
Der Begriff bezeichnet ein Auswahlverfahren bei der Personalbeschaffung. Es ist ein Verfahren zur Potentialeinschätzung von Bewerbern. Der Bewerber erhält praxisbezogene Aufgaben, die er zu lösen hat oder wird in ein Gespräch einbezogen. Die Durchführung kann unterschiedlich sein. (s. auch Gruppen-Assessment)

BZA
Abkürzung für: Bundesverband Zeitarbeit Personal-Dienstleistungen e.V.(Arbeitgeberverband der Zeitarbeitsbranche). Weitere Infos auf www.bza.de

Electronic Recruiting

Unter Electronic Recruiting (auch kurz E-Recruiting genannt) versteht man einen vollständig elektronisch durchgeführten Personalrekrutierungsprozess. Von der erstmaligen Stellenausschreibung, über die Abwicklung der Online-Bewerbung, der Kandidatensuche und -selektion bis hin zur Einstellung des neuen Arbeitskräften.

Coaching (engl., zu Deutsch Nachhilfe)
Ein Coach (deutsch: Trainer) ist ein externer fachmännischer Berater, der zur Unterstützung von Arbeitnehmern bei bestimmten Problemen wie Mobbing, Stress, Führungsproblemen und mehr hinzugezogen wird, um durch das Coaching Problemlösungen gemeinsam mit den Betroffenen zu finden; auch externes Coaching genannt. Weiterhin gibt es das interne Coaching: ein Instrument der Personalentwicklung, bei dem Führungskräfte Mitarbeitenden helfen, Aufgaben und Probleme selbstständig bewältigen zu können.

Entleiher
Als Entleiher werden Unternehmen bezeichnet, die Arbeitskräfte nutzen, die von Zeitarbeitsfirmen vermittelt wurden. Zwischen Entleiher und Leiharbeitnehmer bestehen keine vertraglichen Bindungen. Das entleihende Unternehmen zahlt meist einen Stundensatz an den Verleiher, der nicht identisch ist mit dem Entgelt des Arbeitnehmers.

Externe
Als „Externe“ werden umgangssprachlich externe Mitarbeiter eines Unternehmens bezeichnet, die Zeitarbeitnehmer sind und bei einem Kundenbetrieb, also "außerhalb" des Personaldienstleisters, arbeiten.

Fluktuation
Als Fluktuation wird der Abgang von Mitarbeitern aus einem Unternehmen bezeichnet. Abgesehen von betrieblich gewünschten Fluktuation oder saisonal bedingten Veränderungen führt eine hohe Fluktuation immer zu Kosten im Zusammenhang mit der Suche, Auswahl und Einarbeitung neuer Mitarbeiter. Anhand der Höhe und Veränderung der Fluktuation kann man auch den Grad der „Störungen“ in der Zusammenarbeit ersehen und Veränderungen in Arbeitsbedingungen erkennen.

Gruppen-Assessment
Das Gruppen-Assessment ist ein Verfahren, um Stärken und Defizite von einzelnen Bewerbern abzuschätzen und mit dem Anforderungsprofil zu vergleichen. Es ergänzt das Bewerbungsgespräch und sichert eine Personalentscheidung ab.  Ein Schwerpunkt liegt in der Beobachtung der Bewerber innerhalb der Gruppe. Während des Assessments werden praxisbezogene Aufgaben gestellt. Somit erhält man schnell einen aussagefähigen Eindruck über Sozialverhalten, Dominanzverhalten, Aktivität, Selbstsicherheit und sprachlicher Ausdrucksfähigkeit der einzelnen Bewerber.

Headhunter bzw. Headhunting
s. Personalvermittler bzw. Personalvermittlung

Human Ressource (engl., zu Deutsch: Humanvermögen)
Human Ressource (kurz HR) ist ein moderner Begriff der Betriebswirtschaftslehre, der sich mit dem Produktionsfaktor Arbeit bzw. mit dem Personal auseinandersetzt. Er kann erweitert auch als Personalmanagement oder Personalwesen (Human Ressource Management - kurz HRM) verstanden werden.

IG-Metall
Bezeichnung für: Gewerkschaft für Produktion und Dienstleistung der Bereiche Metall-Elektro, Textil-Bekleidung sowie Holz und Kunststoff (einschließlich Zeitarbeitnehmer). Mehr Infos unter www.igmetall.de

iGZ

Bezeichnung für: Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen e.V.
(Arbeitgeberverband der Zeitarbeitsbranche) Mehr Infos unter
www.igz-zeitarbeit.de

Inhouse-Outsourcing (engl., zu Deutsch: Auslagerung intern)
Mit diesem Begriff ist die Auslagerungen von Arbeiten, die bisher intern vom angestellten Personal getätigt wurden. Die Arbeit wird weiterhin im Unternehmen Vorort durchgeführt, aber mit Personal von externen Dienstleistern. Diese Vorgehensweise wird oft favorisiert, um die interne Vernetzung der Arbeitsabläufe beizubehalten und dennoch Teilbereiche an einen externen Partner auslagern zu können. (s. auch „Outsourcing“)

Interim Management (engl., zu Deutsch: vorrübergehendes Management)
Mit diesem Begriff wird die zeitlich befristete Beschäftigung von (oft selbständigen) Managern oder Führungskräften bezeichnet.  Diese Beschäftigungsform fällt jedoch nicht unter den Begriff Zeitarbeit.

Job Enlargement (engl., zu Deutsch: Erweiterung)
Darunter versteht man eine quantitative Tätigkeits- oder Aufgabenerweiterung. 

Job Enrichment (engl., zu Deutsch: Bereicherung)
Das Job Enrichment stellt eine Aufgabenbereicherung dar, bei der neue, qualitativ höherwertige Aufgaben den bestehenden Aufgaben eines Arbeitnehmers hinzugefügt werden.

Job Rotation
Die Job Rotation ist ein systematischer Arbeitsplatz- oder Tätigkeitswechsel eines Arbeitnehmers.

Jobportal
Andere Bezeichnung für einen Online-Stellenmarkt. (s. auch Stellenmarkt)

Kundenbetrieb
s. Entleiher

Kurzarbeitergeld (auch Kug genannt)
Dies ist ein Bundesfördermittel, welches Unternehmen helfen soll, eine wirtschaftlich schwierige Zeit zu überbrücken, indem die Beschäftigten/Angestellten dieser Unternehmen weniger arbeiten und einen Teil der Differenz zum eigentlichen Lohn vom Bund erhalten.

Leiharbeiter

Ein Leiharbeiter steht im vertraglichen Verhältnis zum Verleiher (Zeitarbeitsfirmen). Seine Arbeitsleistung erbringt er aber in den von den Zeitarbeitsfirmen (also dem vertraglichen Arbeitgeber) akquirierten Unternehmen (Entleiher). Die Unternehmen, in denen der Arbeitnehmer tätig ist, sind für die Zeit weisungsberechtigt und tragen hinsichtlich des Arbeitsschutzes eine Mitverantwortung.

Newplacement (engl., zu Deutsch neue Platzierung)
Dies bedeutet den Wechsel eines Arbeitsnehmers in eine neue Arbeitsstelle bzw. einen neuen Beruf.

Online-Bewerbung
Viele Stellenausschreibungen von Unternehmen oder Personaldienstleistern beinhalten die Aufforderung, die Bewerbungsunterlagen online (per e-Mail) zu übersenden oder online Bewerbungsformulare auszufüllen und Unterlagen als Anhang beizufügen. Für eine Postzusendung besteht daher keine Notwendigkeit mehr. Dies erspart sowohl Unternehmen und Personaldienstleistern als auch Bewerbern Zeit und Kosten.

Online-Jobbörse
s. Stellenmarkt

Organigramm
Das Organigramm stellt die Organisationsstruktur eines Unternehmens bis hin zu den kleinsten Elementen, der Stellen, grafisch dar. Es umfasst alle Stellen, alle Hierarchien und gibt alle organisatorischen Bezüge wieder.

Outplacement
(engl.)
So werden Maßnahmen bezeichnet, die einen Arbeitnehmer als Folge eines Personalabbaus auf die bevorstehende Arbeitslosigkeit vorbereiten und die Suche nach einer neuen Position erleichtern soll.  Oft werden diese Mitarbeiter von externen Beratern begleitet, um das Potential  des Arbeitnehmers zu analysieren und unterstützend bei der Stellenfindung agieren zu können.

Outsourcing (engl., zu Deutsch: Auslagerung)
Beim Outsourcing werden Arbeiten eines Unternehmens, die vorher intern erledigt wurden, ausgelagert und werden nun von externen Dienstleistern/Anbietern durchgeführt und durch Stellung einer Rechnung entsprechend vergütet.
Personalakquise
Dieser Begriff bedeutet eine aktive Suche nach neuen Mitarbeitern.
 
Personalberatung
Personalberatungsunternehmen übernehmen die Personalsuche für Unternehmen, die Mitarbeiter suchen. Ganzheitliche Personalberatung umfasst Leistungen wie:
Entwicklung von Stellenprofilen

  • Anzeigenschaltung in Print- und Online-Medien
  • Internetrecherche
  • Organisation von Assessment Center
  • Auswahl von Fach- oder Führungskräften
  • Vergütungsberatung
  • Personalmarketing


Durch die Zusammenarbeit mit Personalberatungsunternehmen werden Unternehmen bzw.  Personalabteilungen von Unternehmen bei der Mitarbeitersuche unterstützt und entlastet. Im Allgemeinen spricht man von Personalberatung, Personalvermittlung oder Platzierung, wenn die Mitarbeitersuche über Stellenanzeigen oder die Suche in Profildatenbanken erfolgt. Erfolgt eine Direktansprache von potentiellen Bewerbern auf der Basis einer Zielfirmenseite, dann spricht man von Headhunting bzw. oder Executive Search. 

Personaldienstleistungen
Dieser Begriff enthält sämtliche Dienstleistungen, die von externen Firmen erbracht werden können. Darunter fallen: Zeitarbeit, Personalvermittlung, Personalberatung, Outsourcing, Outplacement und das Interim Management.

Personalleasing
s. Arbeitnehmerüberlassung

Personalmanagement
s. Human Ressource

Personalrekrutierungsprozess
Ein vollständiger Personalrekrutierungsprozess (auch umgangssprachlich Personalbeschaffung genannt) befasst sich mit der Gewinnung von Mitarbeitern und beinhaltet die erforderlichen Maßnahmen für ein Beschäftigungsverhältnis wie die Stellenausschreibung, Selektion, Bewerbungsgespräche, Auswahl und Vertragsschluss.

Personalsuche
Es gibt zwei Arten der Personalsuche: die interne und die externe. Die interne Personalsuche beschäftigt sich mit bereits angestellten Mitarbeitern im Unternehmen. Dabei geht es meist um Versetzungen oder Beförderungen. Die externe Personalsuche hat die Aufgabe, neue Arbeitskräfte für ein Unternehmen zu suchen. Das geschieht entweder durch die interne Personalabteilung oder durch die Beauftragung von externen Unternehmensberatern wie z.B. Personalberatungen, Personalvermittlungen, Headhunter oder Zeitarbeitsunternehmen.
Weiterhin gehören zur externen Personalsuche auch die  Kontaktaufnahme mit Schulen, Universitäten, Aus- und Weiterbildungsstätten.

Personalvermittler bzw. Personalvermittlung
Als Personalvermittler werden Personen bezeichnet, die im Auftrag Personal an Unternehmen/Arbeitgeber vermitteln. Der Personalvermittler führt die Akquise durch, sucht nach Arbeitgebern, die den Anforderungsprofilen entsprechen und versucht dann, nach Personal suchende Unternehmen und Interessenten für einen Vertragsabschluss zusammen zu bringen. Der Unterschied zu einer Arbeitsvermittlung liegt  darin, dass der Personalvermittler vom Arbeitgeber finanziert wird, der Arbeitskräfte sucht. Arbeitsvermittler hingegen werden eher von Arbeitssuchenden in Anspruch genommen, wenn diese Probleme haben, eine passende Arbeit zu finden und werden von Arbeitssuchenden selbst oder staatlichen Behörden finanziert.

Soft Skills
Soziale und emotionale Kompetenzen wie z.B. Team-, Konflikt-, Kommunikations- und Kompromissfähigkeit im Umgang mit sich selbst und mit anderen Teammitgliedern. Neben der Fachkompetenz eines Bewerbers/Mitarbeiters in einem Unternehmen werden diese ebenso  bei der Personalauswahl berücksichtigt.

Stellenanzeige
Eine Stellenanzeige beinhaltet die Stellenausschreibung in Print- und/oder Online-Medien.

Stellenausschreibung
Eine Stellenausschreibung ist die Veröffentlichung einer Position in einem Unternehmen. Diese kann intern (z.B. am schwarzen Brett) oder extern (z.B. in Tageszeitungen) erfolgen. Die Stellenausschreibung enthält eine Kurzbeschreibung des Unternehmens, der zu besetzenden Stellen, die Anforderungen an den Bewerber sowie die Kontaktdaten und die gewünschte Bewerbungsform (per Post, online, Telefon).

Stellenbeschreibung
Eine Stellenbeschreibung liefert Informationen wie z.B. die Bezeichnung der Stelle, eine kurze Beschreibung der Aufgaben und Arbeitsziele, die Verantwortlichkeiten und Kompetenzen zu anderen Stellen, die Zuständigkeiten und Befugnisse, die hierarchische Stellung und auch die Stellvertretung.  Eine Stellenbeschreibung enthält wesentlich mehr explizite Elemente als eine Stellenausschreibung, ist aber oft Bestandteil einer Stellenausschreibung.

Stellenbörse
s. Stellenmarkt

Stellenbörse des BFD (Berufsförderungsdienst)
Dies ist die Bezeichnung für das Jobportal des Berufsförderungsdienstes der Bundeswehr, auf welches ausschließlich Wirtschaftsunternehmen und Soldaten zugreifen können.

Stelleninserat
s. Stellenanzeige

Stellenmarkt
Der Stellenmarkt (auch Jobbörse oder Stellenbörse genannt) setzt sich zusammen aus einer Vielzahl von Stellenausschreibungen verschiedener Firmen und Unternehmen. Stellenmärkte finden sich in Tages- und Wochenzeitungen, Fachzeitschriften und in Jobportalen.

Verleiher
s. Zeitarbeitsunternehmen

Zeitarbeit
Wird auch als Leiharbeit, Personalleasing oder Arbeitnehmerüberlassung  bezeichnet und charakterisiert die gewerbsmäßige Überlassung von Zeitarbeitnehmern von einem Verleihunternehmen an ein weiteres Unternehmen. (s. auch Arbeitnehmerüberlassung)

Zeitarbeitsunternehmen

Zeitarbeitsunternehmen vermitteln Arbeitskräfte an Unternehmen. Um die Arbeitskräfte permanent zu beschäftigen, müssen Zeitarbeitsfirmen Unternehmen akquirieren, die entsprechende Arbeitskräfte suchen.

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